Die Schmerztherapie beinhaltet letztendlich alle in meiner Praxis angewandten Therapiemethoden. Der Schwerpunkt richtet sich jedoch nach der Art der Symptome. Ich möchte dies am Beispiel Arthrose erläutern.

Unter Arthrose wird eine Gelenkerkrankung verstanden, die mit dem Abbau von Knorpel einhergeht. Knorpel stellt einen Puffer dar, der die Gelenkknochen bei Belastungen schützen soll. Reduziert sich die Knorpelschicht, wird das Gelenk beschädigt, es kann im schlimmsten Fall zum Totalausfall führen.

Arthrose kann jedes Gelenk im Körper betreffen und wird im Allgemeinen – fälschlicherweise – als degenerative Erkrankung des Alters angesehen, die man nicht aufhalten kann. Einer der Gründe dafür ist die schulmedizinische Auffassung, dass Knorpel sich nicht regenerieren kann, sobald er einmal zerstört wurde. Genau diese Auffassung wurde mittlerweile von Niederländischen Forschern eindeutig widerlegt: Knorpel kann sich regenerieren[1]. Das geschieht durch Stammzellen aus den Knochen und aus den Knorpelresten aus der Umgebung des Gelenks. Voraussetzung allerdings ist, dass das Gelenk entlastet wird.

Wird der Bereich durch die hier angebotene Therapie nach Liebscher und Bracht® behandelt, können die Spannungen, welche das Gelenk aufeinanderpressen und Knorpel und Bänder schädigen, reduziert werden. Das Gelenk wird entlastet, der Knorpel kann wieder nachwachsen und die Schmerzen sind nicht mehr nötig. Hier stellt sich die Frage, warum überhaupt Schmerzen entstehen und wo sie genau lokalisiert werden können.

Es handelt sich um Alarmschmerzen, die, wie wir seit dem Fortschreiten der Gehirnforschung wissen, vom Gehirn ausgesandt werden. Ziel dieser Schmerzsituation ist, die Bereiche vor Überlastung zu schützen. Es handelt sich also erst einmal um eine sehr gesunde Reaktion des Körpers. Doch wenn die Ursache der Überlastung nicht gestoppt wird, werden die Schmerzen chronisch und das Gelenk kann zerstört werden.

Was sind die Überlastungen des Körpers? Nehmen wir einmal das Beispiel einer Kniegelenksarthrose (Gonarthrose; Bild 1). Bei der Kniegelenksarthrose ist in der Regel der Oberschenkelmuskel sowie dessen Bänder verkürzt und das ihn umgebene Bindegewebe, also seine Faszien, verfilzt. Die Muskeln verlieren ihre Geschmeidigkeit und Gleitfähigkeit. Der Oberschenkelmuskel ist über Sehnen, die über der Kniescheibe verlaufen, mit dem Schienbein unterhalb des Knies verbunden. Ähnliches gilt für den Muskel an der Rückseite des unteren Beines. Dieser ist über Bänder mit dem Oberschenkelknochen, der oberhalb des Kniegelenkes liegt, verbunden (Bild 1).

Sind beide Muskeln oder auch nur einer verkürzt, zieht der Unterschenkelmuskel das obere Bein nach unten, der Oberschenkelmuskel das untere Bein nach oben. Das führt zu einer enormen Spannung im Kniegelenk und schädigt insbesondere den Knorpel und die Menisken (Bild 1). Durch den Druck auf den Gelenkinnenraum kann zerstörter Knorpel nicht ausreichend nachwachsen.Bild 1:              Beispiel Kniearthrose

Erst wenn die Zugspannung aus Muskeln und Bändern entfernt wird und die Faszien entfilzt werden, senden die Schmerzrezeptoren in bestimmten Bereichen auf den Knochenoberflächen Signale an das Gehirn, damit dieses den Schmerzimpuls wieder einstellt. Der Schmerz befindet sich nicht im Gelenk! Er befindet sich in den Muskeln und Faszien, die an der Gesamtsituation beteiligt sind.

Mit der Liebscher und Bracht®-Therapie können diese Spannungszustände so stark reduziert werden, dass die Schmerzen auf ein erträgliches Maß sinken, oftmals sogar vollständig verschwinden. Dafür ist allerdings eine gewisse Disziplin der Patienten notwendig.

Was führt nun zu dieser Schmerzsituation, wieso verkürzen sich Muskeln und Sehnen, verfilzen Faszien?

Die vordringlichste Ursache ist zu wenig oder falsche Bewegung. Allerdings können auch Unfälle oder psychisch traumatische Vorfälle zu diesen Situation führen. Insbesondere bei letzterem wende ich weitere Therapiemaßnahmen an, wie z.B. die Tiefentherapie oder Mentalfeldtechniken. Mit diesen kann durch Erkennen und Überwindung bzw. Umorganisation von Traumata die Spannung im Körper herausgenommen werden.

Auch die permanente Zufuhr von Giftstoffen in den Körper kann zu einer Anreicherung im Gewebe, auch in den Gelenken, führen. So sind wir immer mehr Giften ausgesetzt, wie beispielsweise Schwermetallen (z.B. aus Impfungen, Amalgamfüllungen, Feinstaub durch Straßenverkehr), Spritzmitteln (gelangen durch konventionelle Landwirtschaft mit Pestiziden in die Nahrungskette) und radioaktive Partikel (seit Mitte des letzten Jahrhunderts durch Atombombenversuche und Atomkraftwerken. Diese bauen sich faktisch innerhalb der nächsten Jahrtausende nicht ab und bleiben hochtoxisch – auch in geringsten Mengen.). Zu erwähnen sind ebenfalls für den Körper schädliche Substanzen aus der Biotechnik. So gelangen z.B. durch die Hochzüchtung von Weizen seit ca. 50 Jahren giftige Stoffe in den Körper.

Daher empfehle ich eine regelmäßige Entgiftung unseres Körpers, am besten ein- bis zweimal jährlich als sinnvolle Vorbeugung von Schmerzen und chronischen Erkrankungen, wie z.B. Autoimmundefekten.

Die Liebscher und Bracht®-Therapie, die in der Regel gemeinsam mit einer oder beiden oben genannten Therapien angewendet wird, erfolgt in mehreren Schritten:

  • Erfassung der Schmerzsituation und Beruhigung der Schmerzsituation

Mittels Behandlung der Osteopressurpunkte, Bereiche am Knochen, die dem Gehirn signalisieren, wo Alarmschmerzen notwendig sind.

  • Faszienrollmassage

zur Entfilzung des Bindegewebes. Durch die Faszienrollmassage werden Stoffwechselprodukte, die durch die verhärteten Strukturen nicht ausreichend ausgeschwemmt wurden, mobilisiert und durch das Blut- und Lymphsystem „entsorgt“. Außerdem werden wieder ausreichend Nährstoffe zugeführt.

  • Engpassdehnungsübungen

Um Muskeln und Bänder wieder zu dehnen und in alle genetisch vorgegebenen Bewegungswinkel zu trainieren. Dadurch werden die Spannungen auf die Gelenke reduziert.

  • Kontrolle der Übungen und gegebenenfalls Nachbehandlung

Die Faszienrollmassage und Engpassdehnungsübungen werden an 6 Tagen pro Woche zu Hause durchgeführt. Nach ca. 7 – 10 Tagen erfolgt eine Nachkontrolle und eventuell Korrektur.

[1]    Simon C. Mastbergen et al.: „Tissue structure modification in knee osteoarthritis by use of joint distraction: an open 1-year pilot study.“ In: Annals of the Rheumatic Diseases 70 (2011), S. 1441-1446.

 

Übrigens:    Bei allen Darstellungen und Beschreibungen dieser Website gilt, dass, wie in jeder schulmedizinischen Praxis auch, weder die Anwendung der vorgestellten Verfahren noch eine Konsultation in meiner Praxis die Heilung einer Ihrer Krankheiten verspricht.  Heilungsversprechen darf und will ich nicht abgeben. Falls Sie unsicher sind hinsichtlich der Behandlungsmethoden, empfehle ich, dass Sie sich vor Anwendung eines der hier vorgestellten Verfahren  mit Ihrem Arzt und/oder Therapeuten abstimmen.